Mark Eisenegger übernimmt Co-Leitung des Clusters «Desinformation» im Nationalen Netzwerk für wissenschaftliche Beratung
Prof. Dr. Mark Eisenegger, Professor für Öffentlichkeit und Gesellschaft am IKMZ und Co-Direktor des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich übernimmt gemeinsam mit Prof. Dr. Anna Jobin von der Universität Freiburg die Co-Leitung des Clusters «Desinformation» im Nationalen Netzwerk für wissenschaftliche Beratung.
Wissenschaftliche Expertise für Politik und Verwaltung
Das Nationale Netzwerk für wissenschaftliche Beratung stellt Politik und Verwaltung auf Bundes- und Kantonsebene unabhängige wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Es unterstützt die Krisenprävention und -bewältigung und soll einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft und Politik ermöglichen. Neben der Beratung in akuten Krisen beobachtet das Netzwerk krisenrelevante Entwicklungen, identifiziert potenzielle Risiken und kann von Bundes- und Kantonsbehörden bei neuartigen Bedrohungen oder systemischen Risiken von nationaler Bedeutung beigezogen werden.
Das Netzwerk wurde auf Initiative des Bundes und unter Koordination der Bundeskanzlei durch Institutionen des Bildungs-, Forschungs- und Innovationsbereichs aufgebaut. Die Expertinnen und Experten stammen mit wenigen Ausnahmen aus Schweizer Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Bisher wurden vier thematische Cluster eingerichtet: öffentliche Gesundheit, Cybersicherheit, Desinformation und internationale Herausforderungen.
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Interdisziplinäre Expertise zu Desinformation
Das Cluster «Desinformation» fördert einen strukturierten und kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Behörden über aktuelle und sich abzeichnende Herausforderungen durch Desinformation und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft in der Schweiz.
Dafür vereint das Cluster Perspektiven aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, den Rechtswissenschaften und der Informatik. Ziel ist es, evidenzbasierte Entscheidungen zu unterstützen und die gesellschaftliche Resilienz gegenüber Desinformation zu stärken. Im Fokus stehen die Entstehung und Verbreitung von Desinformation, ihre Auswirkungen auf Einzelpersonen, Institutionen und die Gesellschaft sowie mögliche Ansätze zum Umgang mit den damit verbundenen Risiken.
Die Universität Zürich ist mit sieben Wissenschaftler*innen im Cluster vertreten, darunter neben Prof. Dr. Mark Eisenegger auch Dr. Sabrina Heike Kessler vom fög und Prof. Dr. Meg Jing Zeng vom IKMZ.
Die Expert:innen des Nationalen Netzwerks agieren als «honest brokers»: Sie stellen wissenschaftliche Erkenntnisse bereit und zeigen mögliche Szenarien und Handlungsoptionen auf, ohne konkrete politische Empfehlungen auszusprechen.
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