Gastprofessur und Vertretungsprofessur im FS 2018

Christoph Neuberger

Portrait

Wie wandelt sich Öffentlichkeit durch das Internet und andere digitale Medien? Wie verändern sich die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft durch die „digitale Revolution“? Inwiefern muss die Kommunikationswissenschaft ihre Begriffe, Modelle, Theorien und Methoden neu justieren, um der Analyse dieses Wandels gerecht zu werden? Das sind Fragen, mit denen sich Prof. Dr. Neuberger, unser Gastprofessor im FS 2018 in seiner Lehre und Forschung seit vielen Jahren beschäftigt.

Prof. Dr. Christoph Neuberger ist seit 2011 Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München (IfKW) und leitet dort die Abteilung «Medienwandel».  Er studierte Journalistik (Diplom), Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie und war anschliessend wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Eichstätt. Nach seiner Habilitation im Jahr 2001 übernahm er eine Professur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bevor er 2011 nach München wechselte. Seit 2017 ist Prof. Dr. Neuberger Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Neben den schon genannten Forschungsfragen beschäftigt sich Christoph Neuberger in seinen Forschungsprojekten und in seinen mehr als 160 Publikationen unter anderem mit Suchmaschinen, mit den Aktivitäten von Presse und Rundfunk im Internet, mit Fragen der Medienqualität und der Medienregulierung, mit partizipativen Internetformaten sowie dem veränderten Berufsbild des Journalisten durch die Neuen Medien und Journalismus im Internet. Aktuelle Projekte widmen sich der Analyse von Themendynamiken in der Internetöffentlichkeit sowie der Krise des Journalismus.

Mit seinen Forschungsfragen findet Christoph Neuberger eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten am IKMZ vor. Wir freuen uns auf einen intensiven wissenschaftlichen Austausch! In der Lehre bietet Neuberger in diesem Semester eine Vorlesung über Partizipation, Interaktion, Vernetzung und Algorithmen im Internet («Digitale Verhältnisse – Wie das Internet die öffentliche Kommunikation verändert») sowie eine Vorlesung über Objektivität und Verifizierungspraktiken im Journalismus an.

Olaf Jandura

Portrait

Prof. Olaf Jandura vertritt im FS 2018 die vakante Professur für Politische Kommunikation. Er ist seit 2013 Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, der Neueren und Neusten Geschichte sowie der Soziologie war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Dresden und München. Danach vertrat er eine Professur an der Universität Mainz, bevor er an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wechselte.

Seine Publikationen und Forschungsprojekte kreisen einerseits um Kernfragen der politischen Kommunikation und des Medienwandels, beispielsweise inwiefern der Medienwandel eher zur Integration und Kohäsion oder aber zu Diversifikation und Polarisierung der Gesellschaft beitragen, oder wie sich die Nutzung politischer Kommunikation verändert. Andererseits interessiert sich Olaf Jandura für die Methodenentwicklung in der Umfrageforschung, beispielsweise den Erkenntniswert statistischer Zwillinge, der Güte von Datenimputationsverfahren für Wahlumfragen oder die Identifikation unspezifischer Antworttendenzen. Er kann damit inhaltlich wie methodisch in vielfältiger Weise an die Forschung am IKMZ anknüpfen. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!

Professor Jandura bietet im FS 2018 eine Vorlesung zur publizistischen Qualität sowie ein Seminar zur sich wandelnden Zuwendung zu politischen Medieninhalten im Zeitalter digitaler Medien an.